Firmengeschichte

 Hr. Joseph Slosorz wurde am 17.März 1893 in Krassow (Oberschlesien) geboren. Von Krassow aus ging er zuerst ins Ruhrgebiet und war dort bei Firmen beschäftigt, die Rohre produzierten. Im Jahre 1922 heiratete er in Forchheim die Tochter aus dem Hause Frick. Hr. Frick hatte in der Sattler-torstraße eine Schmiede- und Eggenfabrik für die Landwirtschaft. Hier lernte Hr. Slosorz das Metallbohren und begann das Bohren auf zwei Bohr-maschinen. Als der Platz zu klein wurde pachtete er 1925 ein Grundstück in der Schützenstraße.  

 

 

Am 31.01.1925 erfolgte die offizielle Gründung. Hier wurde mit vier kleinen Bohrmaschinen und 8 Drehbänken angefangen. Am 20. April 1927 begann Hr. Hümmer bei der Firma zu arbeiten. Noch im selben Jahr wurde mit dem ersten Bauabschnitt in der Schönbornstraße begonnen. Die Firma wurde mit dem Namen „Maschinenfabrik Joseph Slosorz“ ins Handelsregister aufgenommen.

 

1936 wurde der Betrieb erweitert. Zu dieser Zeit hatte man etwa 10 Bohrbänke und gleich viele Drehbänke. Es wurden 35 Arbeiter im Schichtbetrieb beschäftigt. 1937 kam Herr Slosorz ins Nymphenburger-Krankenhaus nach München, wo er am 25. Oktober verstarb.Frau Slosorz übernahm die Führung des Betriebes. Hr. Hümmer wurde Prokurist. Während des 2. Weltkrieges bekam die Firma viele Aufträge von der Wehrmacht und der Marine.

 

 

Es wurde im 3-Schicht-Betrieb von Montag bis Samstag gearbeitet. Nach dem Krieg wurde unter anderem für die Bundesbahn gefertigt. Das Geld hierfür bekam die Firma jedoch erst ein Jahr später. 1950 wurde das Gebäude für Verwaltung und Aufenthaltsraum aufgestockt. Frau Slosorz war sehr gottesfürchtig. Sie besuchte regelmäßig den Gottesdienst in der Klosterkirche St. Anton. Sie hatte gute Beziehungen zu Pater Martin Weishaupt, Pater Alois Schwarzkopf und zu Pater Mittermeier, 

 

der später Provinzial wurde. Bei einem Gottesdienst hatte Frau Slosorz einmal so sehr gefroren, dass sie kurzerhand einen erheblichen Geldbetrag für eine neue Heizung stiftete. An einem Freitag Abend im Jahre 1969 brach Frau Slosorz zusammen und verstarb im Alter von 79 Jahren auf dem Weg ins Krankenhaus. Bereits ein Jahr vor ihrem Tod hatte sie ein Testament verfasst, in dem sie den ganzen Betrieb dem Kloster mit der Auflage vermachte, dass dieser voll weitergeführt werden muss.

 

Der Betrieb wurde als Joseph Slosorz Spezialfabrik für starkwandige Rohre GmbH übernommen. Hr. Paul Hümmer wurde Geschäftsführer. 1982 übergab Hr. Hümmer die Geschäftsleitung an Hr. Max Wagner. Im Jahre 1996 wurde die GmbH an Hr. Max Wagner, Hr. Roland Beetz und Hr. Christian Ramin verkauft. Hr. Roland Beetz übernahm die Geschäftsführung. Am 01.01.2005 vollzog sich erneut ein Gesellschafterwechsel. Die GmbH-Anteile wurden an Hr. Gerhard Schuster, Hr. Andreas Taschner und an Hr. Matthias Gebel verkauft, die auch die Geschäftsführung übernahmen.

 

Die Firma wird im Sinne des Gründers weitergeführt. Die Firma Joseph Slosorz GmbH investiert 2005 in eine neue Horizontal-Honmaschine, um weiterhin am Markt konkurrenzfähig zu bleiben. Die aktiven Geschäftsführer sind Andreas Taschner und Matthias Gebel.